Bielefeld/Bad Salzuflen, 18. Juni 2009. Auf Einladung der OWL Marketing GmbH kamen heute im Maritim Staatsbadhotel Bad Salzuflen über 100 Vertreter aus Tourismus, Politik, Vereinen, Verbänden und Unternehmen zum 4. Teutoburger Wald Tourismustag zusammen. Unter der Überschrift „Tourismus 2015“ widmeten sie sich der Frage, wie sich NRW und der Teutoburger Wald - Tourismusregion Nr. 1 des Landes - für die Zukunft rüsten müssen.
„Der Tourismustag ist mittlerweile eine feste Größe im OWL-Kalender“ freut sich Landrat Friedel Heuwinkel, Vorsitzender des Fachbeirats Tourismus der OWL Marketing GmbH. Der jährliche Austausch und Denkanstoss liefere wichtige Impulse für das Tourismusgeschehen rund um den Teuto. In Zeiten eines vielschichtigen Wandels, nicht nur auf dem Tourismussektor, sei es wichtig, gemeinsame Maßnahmen und Ziele für die Zukunft zu vereinbaren, untermauert Herbert Weber, Geschäftsführer der OWL Marketing.
In vier Vorträgen und einem Podiumsgespräch wurden erste Schritte für die zukünftige Positionierung im stark umworbenen Tourismusmarkt aufgezeigt. Prof. Dr. Ute Dallmeier, Geschäftsführerin des Tourismus NRW e. V., stellte erste Ergebnisse des neuen Masterplans auf Landesebene vor. Das Wesentliche sei, dass Nordrhein-Westfalen in Zukunft themenorientiertes Zielgruppenmarketing betreibe. Der Masterplan erläutere die künftige Markenarchitektur und bilde die Werte der Zielgruppe in einer Markenfamilie aus Regions-, Produkt- und Landesmarke ab, erläuterte Prof. Dallmeier. „Zur Umsetzung der neuen Strategie definieren wir ein neues Modell der Zusammenarbeit“, erklärte sie und wurde auch gleich konkret. Es gehe um den Aufbau überregionaler Kompetenznetzwerke, wo Ressourcen und Know-How gebündelt und Standards für Produkte gesetzt würden.
Zum Aufbau und der Profilierung touristischer Projekte in den Regionen stehen EU-Fördermittel zur Verfügung. Referatsleiter Walter Jakobs aus dem NRW-Wirtschaftsministerium stellte die neuen Fördermodalitäten des Tourismuswettbewerbes Erlebnis.NRW vor. Dieser werde eng mit den strategischen Zielen des neuen touristischen Masterplans für Nordrhein-Westfalen verzahnt. „Wir wollen so den Wettbewerb als zentralen Hebel nutzen, um die dort bis 2015 avisierten Ziele zu erreichen“, so Jakobs.
Für den Teutoburger Wald als „Heilgarten Deutschlands“ von besonderem Interesse ist dabei der Gesundheitstourismus. Susanne Köhler vom renommierten Zukunftsinstitut aus Kelkheim ging auf die gesellschaftlichen Megatrends „New Work“, „Neo Ökologie“, Bildung, Individualisierung und „Silberne Revolution“ ein. Abzuleiten seien Positionierungsfelder und Strategien. „Durch die Beschleunigung unseres Lebens auf Grund von Entrhythmisierung und Ortsungebundenheit wird die Sehnsucht nach dem Einfachen und Echten weiter steigen.“ Regionalität werde zum „Sinnmarkt des Nahen, Guten und Vertrauten.“ Hier sehe sie neben den Gesundheitskompetenzen gute Chancen für die Region.
Mit der Initiative „ServiceQualität Deutschland in NRW“ unterstützt der Tourismus NRW e.V. die Dienstleister im Land bei der Verbesserung ihrer Servicequalität. Projektleiter Christian Loth betonte, dass Qualität die Basis für die Weiterentwicklung des Tourismus in NRW sei. Nur wer ein hochwertiges und nachhaltiges Angebot gewährleiste, sichere langfristig seine Wettbewerbsfähigkeit.
Weitere Informationen: www.teutoburgerwald.de
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