Der zunehmende Verkehr und die immer stärker werdende Belastung des Straßennetzes insbesondere in den Innenstädten stellen neue Anforderungen an die Kommunen, so die Ausgangsüberlegung. Eine optimale Steuerung der Auswertung der Verkehrsströme ist aber nur möglich, wenn exakte Daten vorliegen. Bestehende Lösungen scheitern unter anderem an der Unterscheidung von etwa gleich langen Fahrzeugen wie Lkw und Bussen. Bei der Entwicklung von TOPO.plus orientierten sich die Entwickler sehr nah an der Natur. Dabei nahmen Sie den Maulwurf zum Vorbild, der sich in seiner Umwelt sowohl durch die Wahrnehmung elektrischer Reize als auch durch sein Gehör orientiert. Daher auch der Name, denn „Topo“ bezeichnet im Spanischen den Maulwurf.
Mit Hilfe der Auswertung akustischer Ereignisse kann die Motorposition genau bestimmt werden. Während sich beispielsweise beim Bus der Motor im hinteren Teil des Fahrzeugs befindet, ist er im Lkw vorne. Diese Differenzierung zwischen Bus und Lkw war bisher so nicht zu treffen. Der Einsatz modernster digitaler Technik ermöglicht zusätzlich die Achsenerkennung. Nicht nur die Fahrzeuglänge wird so bestimmt, auch die Fahrzeugzuordnung kann ganz gezielt erfolgen. Diese Zuordnung erfolgt nach vordefinierten Fahrzeugklassen in Anlehnung an die „Technischen Lieferbedingungen für Streckenstationen“ (TLS) der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Die Präzision des Systems wurde unlängst durch die Technische Universität München in einem Zertifizierungsverfahren getestet und entsprechend belegt.
Besonders wichtig ist diese Präzision im Hinblick auf das Zähljahr 2010 der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). An etwa 45.000 Stellen werden bundesweit Stichproben an sechs bzw. acht Tagen gesammelt. Ziel ist es, den Verkehrsplanern zuverlässige, genaue und belastbare Durchschnittswerte zu liefern. Bisher wurden diese bundesweiten Zählungen manuell durchgeführt, was einen enormen Aufwand, personell und auch kostenmäßig, bedeutet. Aktuell läuft in Nordrhein-Westfalen ein Pilotprojekt zur Erprobung alternativer Zählmöglichkeiten, das „Verkehrsmonitoring“. Hier liefert TOPO.plus durchgehend positive Ergebnisse, die kein anderer beteiligter Hersteller in dieser Genauigkeit erreichen konnte. Nicht nur für die Planung und Lenkung der Verkehrsströme geben die ermittelten Kennzahlen Aufschluss, sondern auch hinsichtlich vorliegender Emissionswerte. Kommunen werden so in die Lage versetzt, Umweltbelastungen exakt zu ermitteln und zu minimieren.
Die Jury hebt den hohen technischen Innovationsgrad von TOPO.plus hervor und ist überzeugt, dass sich das Produkt deutschland- und europaweit durchsetzen wird. Die Erschließung des neuen Geschäftsfeldes werde außerdem ein Garant für die Zukunftsfähigkeit des mittelständischen Unternehmens sein.





